Seven Card Stud-Regeln
Seven Card Stud ist eine sehr verbreitete Variante des Poker-Spiels, die auch im Casino immer wieder gerne gespielt wird. Teilnehmen können zwischen 2 und 8 Spieler, wobei man bei 8 Spielern in der letzten Runde eine kleine Besonderheit beachten muß. Bevor das Spiel beginnen kann, wird das sogenannte Ante bezahlt, das bei dieser Variante ein Grundeinsatz ist. Es entspricht in der Regel zwischen 10 und 25 Prozent des Small Blinds. Nachdem das Ante bezahlt wurde, muß man die ersten Karten in Empfang nehmen. Zuerst bekommt man dabei zwei verdeckte Karten, dann bekommt jeder Spieler eine offene Karte. Die beiden verdeckten Karten haben den Namen Hole Cards, die offene Karte ist die 3th Street. Der Spieler, der in dieser Runde die niedrigste Karte hat, muß den ersten Einsatz in Höhe des halben minimalen Limits machen. Die anderen Spieler können dann callen, raisen oder folden. Nachdem diese Bietrunde beendet ist, bekommen alle Spieler eine weitere offene Karte, die den Namen 4th Street hat. Nach dieser Karte wird wiederum gesetzt, bis alle ihre Gebote abgegeben haben. Danach folgt die 5th Street in der Form einer weiteren offenen Karte, nach dieser wird wiederum eine Bietrunde abgehalten wird. Bei dieser Runde wird, wenn man Fixed Limit spielt, die Big Bet gesetzt. In der 6th Street wird wieder eine offene Karte ausgeteilt, auch hier wird bei Fixed Limit der Big Bet gesetzt. In der 7th Street wird zuletzt eine offene Karte gegeben, dann wird noch einmal gesetzt. Im Anschluß an diese Runde kommt es zum Showdown, bei dem sich dann jeder Spieler aus seinen offenen und verdeckten Karten sein Blatt zusammenstellen kann, das aus 5 Karten bestehen muß. Haben 8 Spieler mitgewirkt, reichen am Ende die Karten nicht mehr für alle Spieler, dann wird die letzte offene Karte als Gemeinschaftskarte in die Mitte gelegt und kann von allen Spielern am Tisch verwendet werden. Der Spieler mit der besten Hand gewinnt den Pott. Haben zwei Spieler die gleiche Hand, kommt es auf die höchste Beikarte an, ist auch diese identisch wird der Pott entsprechend geteilt. Die besondere Spannung, die beim Seven Card Stud Poker entsteht, ist vor allem darin begründet, daß man bei dieser Spielweise die offenen Karten der Gegner sehen kann, man kann also die eigenen Chancen gegen den Gegner recht gut abschätzen, von den verdeckten Karten einmal abgesehen, da man diese natürlich nicht kennt. Umgekehrt muß man aber natürlich auch bedenken, daß die Gegner diesen Vorteil ebenso haben, das heißt, sie wißen auch immer, was man selbst an Karten hat und welche Möglichkeiten sich damit bieten. Wichtig ist es deshalb, bei diesem Spiel auch abzuschätzen, welche Karten man noch weiter bekommen kann, auszusteigen, wenn die Außichten auf einen Sieg zu gering werden und die Odds und Outs genau zu kalkulieren, denn nur so kann man es bei dieser Spielweise auf Dauer zu einem Erfolg kommen. In Turnieren ist Seven Card Stud Poker besonders schwierig zu spielen, alleine schon deshalb, weil man hier in der Regel noch vorsichtiger spielen muß, auf der anderen Seite aber auch aggreßiv agieren muß, wenn man den Wunsch hat, die anderen Spieler vom Tisch zu bekommen. Bluffen ist bei dieser Variante des Pokers fast nicht möglich, weil alle Karten offen auf dem Tisch liegen und daher natürlich auch keine Möglichkeit besteht, ein Blatt vorzutäuschen, das man nicht hat. Hier kommt es vor allem auf ein allgemein selbstsicheres Spiel an, bei dem man mehr damit überzeugen kann, daß man seine Chancen genau kennt. Je nachdem wie erfahren ein Gegner ist und wie es um seine Fähigkeiten bestellt ist, gibt es natürlich auch einige Dinge, die man beachten kann, um einen Sieg wahrscheinlicher zu machen, wobei es aber auch immer auf die eigene Strategie und ein Bankroll-Management mit System ankommt. Seven Card Stud Poker kann durchaus Spaß machen, viele Gewinne bringen und eine gewiße Raffineße haben, aber nur dann, wenn man auch wirklich in der Lage ist, seine Trümpfe richtig zu setzen. Ein bißchen übung gehört hier sicherlich dazu. Ob sich dieses Spiel für Anfänger oder für Profis beßer eignet, ist eigentlich nicht klar zu sagen, es hat für beide Vorteile und Nachteile, die man beachten muß. Anfänger haben hier den Vorteil, daß sie durch die offenen Karten eher abschätzen können, wie ihre Lage ist, während Profis hier viel genauer wißen, was sie riskieren können und was nicht. Wichtig ist immer, daß man versucht einen Tisch zu finden, an dem sich Spieker mit einem gleichen oder geringeren Niveau finden, damit man auch wirklich eine echte Außicht auf einen Sieg hat, denn nur so kann man von Beginn an versuchen, das eigene Guthaben aufzustocken, damit man sich auch an die größeren Spiele wagen kann, bei denen es dann um mehr Geld geht und entsprechend auch stärkere Spieler sind, sodaß Verluste wahrscheinlicher werden. Ein gutes Management der Spiele ist das A und O für den Erfolg.



















